Warum wird kein CANNA Coco Flores benötigt?

Eine der häufigsten Fragen, die CANNA erhält, ist: Warum gibt es in der Coco-Düngerlinie kein separates Vega und Flores? In dieser Lektion erklären wir die Wissenschaft hinter CANNA Coco A&B und warum ein Produkt für den gesamten Zyklus funktioniert.

Wo das Kalium herkommt

Coco-Substrat besteht aus den Fasern von Kokosnussschalen. Während des Wachstums der Kokosnuss nimmt die Palme – die oft in Meeresnähe wächst – große Mengen Natrium und Kalium auf und speichert sie in der Kokosnuss. Das Natrium kann durch Waschen der Fasern mit sauberem, weichem Wasser entfernt werden, was seriöse Coco-Substrat-Produzenten vor dem Verkauf tun. Kalium ist hartnäckiger: Es bindet sich an die Fasern selbst und wird nach und nach freigesetzt. Um es zu entfernen, puffern die Hersteller das Substrat, indem sie es in einer Calcium-Magnesium-Lösung einweichen – ein Prozess namens Buffering. CALMAG (oder CANNA COGr Buffer Agent) kann vom Grower für denselben Zweck verwendet werden, falls das Substrat nicht vorgepuffert ist.

Warum Kalium weiter freigesetzt wird

Auch nach dem Buffering beginnt die Kaliumfreisetzung erneut, sobald der Grower das Substrat zu Beginn eines Zyklus wieder befeuchtet. Diese kontinuierliche Freisetzung von Kalium aus den Fasern in die Nährlösung ist der Schlüssel zum Verständnis des Coco-Systems. Kalium ist das Element, das den osmotischen Druck in der Pflanze erhöht – wodurch das Pflanzengewebe fester und dichter wird. Genau das wird in der Blütephase benötigt. Ein konventioneller Blütedünger wie CANNA Flores enthält bereits mehr Kalium als ein vegetativer Dünger – und das Coco-Substrat liefert zusätzlich noch mehr Kalium obendrauf.

Wie Coco A&B das automatisch managt

CANNA Coco A&B ist mit einem hohen Calciumgehalt formuliert. Wenn diese Nährlösung mit den Coco-Fasern in Kontakt kommt, findet ein Prozess namens Kationenaustauschkapazität (CEC) statt: Die Fasern geben ihr gespeichertes Kalium (ein Kation) ab und nehmen im Austausch Calcium und Magnesium aus der Lösung auf. Das Ergebnis: Die Nährlösung im Topf wird reicher an Kalium und etwas ärmer an Calcium und Magnesium – das nährstoffliche Profil verschiebt sich automatisch von einem vegetativen zu einem blütenfördernden Düngeprofil, während die Pflanze durch den Zyklus wächst. Wenn du den EC von Coco A&B im Lauf der Zeit erhöhst, werden mehr Calcium und Magnesium zugeführt, was mehr Kaliumaustausch aus den Fasern auslöst. Das Substrat selbst übernimmt den Übergang – du musst keine Produkte wechseln.

Drainageanteil managen

Das freigesetzte Kalium muss lange genug im Topf bleiben, damit die Pflanze es aufnehmen kann. Grower mit Run-to-Waste-Systemen sollten die Drainage unter 10 % halten – wenn mehr als 10 % abfließen, wird das freigesetzte Kalium herausgespült, bevor die Pflanze es nutzen kann, was zu Kaliummangel und weichen, schwachen Pflanzen führt. Wenn du regelmäßig 10–30 % drainierst, verwende CANNA HYDRO Vega und Flores (für Coco-/Perlite- oder Tonkugel-Mischungen) oder CANNA COGr Vega und Flores (für 100 % Coco). In Umlaufsystemen reichert sich Kalium im Vorratsbehälter mit der Zeit an und kann schließlich verbrannte Blattspitzen verursachen – Coco-Substrat wird daher generell nicht für Umlaufsysteme empfohlen.

Fazit

CANNA Coco A&B funktioniert über den gesamten Anbauzyklus, weil das Substrat selbst die nährstoffliche Verschiebung von vegetativ zu generativ steuert – über den durch Calcium angetriebenen Kationenaustausch. Halte die Drainage niedrig, folge den EC-Empfehlungen und lass das System so arbeiten, wie es konzipiert wurde.